Am Allerschönsten

Ichiban Utsukushiku

Japan 1944
Deutscher Titel: Am Allerschönsten
Länge 85 Minuten
Regie: Akira Kurosawa
Produktion: Motohiko Ito, Jin Usami
Drehbuch: Akira Kurosawa
Musik: Seiichi Suzuki
Schnitt: Akira Kurosawa
Besetzung: Takashi Shimura (Firmenchef Goro Ishida), Soji Kiyokawa (Soichi Yoshikawa, Generalstabschef), Ichirô Sugai (Ken Shinda, Chef des Laborabschnitts), Takako Irie (Noriko Mizushima, Wohnheim Mutter), Yôko Yaguchi (Tsuru Watanabe, Präsidentin der Arbeiterinnen), Sayuri Tanima (Yuriko Tanimura, Vizepräsident der Arbeiterinnen), Sachiko Ozaki (Sachiko Yamazaki), Shizuko Nishigaki (Fusae Nishioka), Asako Suzuki (Asako Suzumura), Haruko Toyama (Masako Koyama), Aiko Masu (Tokiko Hiroda), Kazuko Hitomi (Kazuko Futomi), Shizuko Yamada (Hisae Yamaguchi), Kono Itoko (Sue Okabe), Hattori Toshiko (Toshiko Hattori).

Anmerkung: Entstanden als Propagandafilm während des Zweiten Weltkrieges, zeigt Kurosawa hier die Bemühungen einer Gruppe Arbeiterinnen in einer Linsen-Fabrik, das Produktionsziel während des Zweiten Weltkriegs zu steigern, was ihnen letztlich mit Enthusiasmus und absoluter Selbstaufgabe gelingt. Ein Problem tritt auf, als die hoch ambitionierte Vorarbeiterin Tsuru Watanabe eine kränkliche junge Frau schützt, wodurch es zu Qualitätsfehlern kommt. Um den Verdacht der unkorrekten Bevorzugung abzuwenden, prüft sie außerhalb der Arbeitszeit persönlich Tausende von Linsen noch einmal. Als die Nachricht vom Tod ihrer Mutter kommt, entscheidet sie konsequent, nicht zur Beerdigung zu fahren, um die Arbeitsmoral aufrecht zu erhalten. – In seinem semidokumentarischen Stil eher untypisch für Kurosawas späteres Werk, ist die Rolle des Fabrikdirektors immerhin mit Takashi Shimura besetzt, der bereits zum Ensemble des Filmemachers gehörte. Zudem lernte der Regisseur bei den Dreharbeiten seine Ehefrau Yôko Yaguchi kennen, die hier ihre letzte Filmrolle spielte. Visuell weist der Filme einige der typischen in die Tiefe gestaffelten Bildkompositionen auf, mit denen hier vor allem Arbeitsprozesse dargestellt werden. Von ästhetischem Reiz ist zudem die kontrastreiche Chiaroscuro-Lichtgestaltung, die ebenfalls an spätere Werke erinnert. Motivisch ist allenfalls der Opfergeist der Arbeiterinnen vage mit dem Bushido vergleichbar, doch letztlich würde man Am Allerschönsten nicht unmittelbar Kurosawas Stil zuordnen. Zugleich erinnert der Durchhaltepathos der Arbeiterinnen an die Ideologie des sowjetischen Propagandakinos. Obwohl der Film zweifellos ideologisch dem militaristischen japanischen Regime zuarbeitete, hat sich der Regisseur nie von dem Film distanziert.

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